| Bernd Fitte - Das Auge - Bodylightpaintings |
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Bernd: Also, wer ich bin, ist für mich als Laienphilosoph nur schwer zu definieren. Geht uns aber wohl allen so. Was ich mache ist schon deutlich einfacher. Ich bin als Profifotograf tätig. Insgesamt fotografiere ich bereits seit fast 40 Jahren und professionell, also als Lebenserwerb, jetzt seit knapp 5 Jahren.
W: Nun ja, die Stadt ist ja voller kreativer Leute. Und Fotografen die was drauf haben gibt es hier auch mehr als genug, oder? Also erkläre doch noch etwas genauer, warum man bei dir Fotos machen lassen sollte. So eine Art Passbildautomat wirst du ja nicht sein, sonst würde ich dich ja auch nicht interviewen wollen. :) B: Nein, Passbilder und so was mache ich sicher nicht.(lacht) Aber Menschen haben es mir beim Fotografieren schon angetan. Es ist eine echte Herausforderung zum Beispiel ein richtig stimmiges Geschäftsportrait zu machen. Genauso interessant sind aber auch Schwangerschaftsfotos, besonders als Serie spätesten ab dem 3. Monat. Und Baby und Kinderfotografie spielt danach auch eine wichtige Rolle. Nur bitte, nicht alles in den selben Topf werfen, wie diese Fotos, die man mal eben im Einkaufszentrum machen lässt. Bei der Personen und Portraitfotografie steht nun mal der Mensch und seine Persönlichkeit im Vordergrund. Und die hierfür nötige Ruhe und Konzentration lässt sich nicht zwischen Spiel- und Elektrowarenabteilungen finden. Einige Beispiele findest du auf meiner Homepage und kannst dir selbst ein Bild machen. Und dann gibt es natürlich auch noch die Eventfotografie bei der es darum geht, die Emotionen der Beteiligten einzufangen. Ein sehr aufregendes wie auch schwieriges Aufgabenfeld, denn hier kann man als Fotograf wenig bis gar nichts stellen, kaum etwas ist vorhersehbar, und die Lichtsituation ist ebenfalls selten beeinflussbar.
W: OK, Dir ist also der Mensch und seine Persönlichkeit besonders wichtig. Das ist ein toller Ansatz, aber oft gar nicht so einfach. Ich würde glatt behaupten, das mindestens 90 % der Fotografen das wollen. Wie erreichst Du das denn nun? B: Nicht nur wollen, der Großteil behauptet sogar, das immer hinzubekommen. Das halte ich nicht nur für vermessen, sondern für eine glatte Lüge. Nicht einmal mir, der ich eine langjährige Berufserfahrung als Kommunikationstrainer und Coach für Verkäufer und Führungskräfte habe, gelingt das zu 100%. Die Persönlichkeit, also die besonderen Wesenszüge eines Menschen, gleich einem Bildhauer heraus zu modellieren, ist sicherlich auch eine Frage handwerklicher Fotografentechnik, doch was nutzt diese, wenn mir die Sensibilität und das Handwerkzeug fehlt, diese überhaupt erst einmal zu erkennen, bzw. heraus zu kitzeln. Ich habe es in der Personenfotografie schließlich mit Menschen zu tun und nicht mit statischen Objekten. Um das ein wenig bildhafter zu machen, schaue Dir einfach mal ein paar Fotos von einem Jimmy Rakete an und vergleiche sie mit den Exponaten von Fotografen in den Schaufenstern ihrer Studios. Letztere sind meist lichttechnisch makellos, doch wirken sie auf mich auch ebenso häufig einfach nur statisch, also langweilig. Jetzt nimm Rakete’s Fotos, die sind nicht nur technisch sehr gut, sie leben vor allem. Es ist auch für meine Begriffe ein Studio in aller Regel so steril wie ein OP-Saal, weshalb ich, wann immer es geht und der Kunde mitmacht, ganz andere Sujets wähle, eben solche, die seinen Wesenskern unterstreichen helfen. Beispiel: Einen Fremdsprachenübersetzer würde ich an, auf, oder vor einer Brücke ins rechte Licht setzen. Das hat eine ganz andere Wirkung, die ich in keinem Studio hinbekomme.
W: Verstehe, Du verfügst also über eine Art „Ausbildung“ im Umgang mit Menschen , die dir jetzt hilft wahlweise völlig neue oder auch ganz besondere Seiten an sich zu entdecken und Du scheinst die nötige Kreativität zu besitzen, diese dann auch bildhaft zu machen. B: So kann man das vielleicht sagen. Auf alle Fälle geben mir die unaufgeforderten positiven Feedbacks meiner Kunden das sichere Gefühl, dass ich mich alleine im Umgang mit den Menschen von den meisten Fotografen unterscheide. Wenn es mir dann auch noch gelingt stimmige aber neue Seiten an sich zu entdecken, und diese in Szene zu setzen, sind alle hoch zufrieden – meine Kunden und ich.
B: Das ist ein Spezialgebiet von mir, mit dem ich schon seit vielen Jahren herum experimentiere und was jetzt endlich auch ganz hervorragende Ergebnisse bringt. Ich nenne es Bodylightpainting, weil es von der Wirkung her oft wie Bodypainting ist. Nur, dass die Motive nicht langwierig mit Farbe auf den nackten Körper aufgetragen werden, sondern mit Licht per Projektion. Das macht flexibler und man muss sich nicht stundenlang bemalen lassen um dann für 5 min. Fotoarbeit zu posieren. Außerdem kann man natürlich mehrere Motive projizieren, was beim Bodypainting in einem Shooting aus Zeitgründen kaum realisierbar ist und auch die Kosten in die Höhe treibt, denn der Bodypainter will für jedes neue Bild Geld.
W: Das mit der Projektion gefällt mir natürlich. Es erklärt warum es mir so besonders aufgefallen ist. (Grins) B: Na klar, die richtige Technik für die passende Projektion finde ich natürlich bei BeamerStation um den kleinen Werbeblock hier ein zu schieben. (Lacht) Im Ernst jetzt, es erscheint simpler, als es das in Wirklichkeit ist. Du kennst das Problem, mit gelungenen Projektionen und Präsentationen. Und was eben am Computermonitor noch gut aussah, muss noch lange nicht auf einer Leinwand in der Messehalle oder ähnlichem so wirken. Schon gar nicht auf einem menschlichen Körper. Man muss auch hier, wie beim Bodypainting, sehr präzise und mit geschultem Auge arbeiten um überzeugende Ergebnisse zu erreichen. Schließlich hat mich die Idee schon lange fasziniert, so dass ich jetzt schon auf einige Jährchen Erfahrung zurück blicken kann was das angeht. Am meisten gebremst hat da eher die Entwicklung im Beamerbereich. Dort war niemand in der Lage wirklich vernünftige Lichtstärke, Auflösung und Farbwerte miteinander in einen bezahlbaren Beamer zu kombinieren.
W: Das Problem kenne ich. Die Beamer erreichen heute einfach immer noch nicht die Qualität wie es z.B. ein alter Diaprojektor und richtig gute Dias schaffen. Viele Fotografen sind darüber sehr unglücklich, denn ein Beamer wäre natürlich einfacher und flexibler ein zu setzen als ein Diaprojektor. B: Das stimmt, der Beamer schafft schon ein großes Maß an Flexibilität für das Bodylightpainting. Alleine die Skalierbarkeit eines Motives am PC und somit die Anpassung an den Körper auf den projiziert wird, disqualifizieren DIA Projektoren meist schon. Allerdings ist immer noch sehr viel Nacharbeit, wieder am PC, nötig. So eine Bodylightpainting Session ist also für das Modell deutlich bequemer und angenehmer, als ein Shooting mit Bodypainting. Für den Fotografen steht nachträglich noch Entwicklungsarbeit am PC an.
W: Na dann erkläre uns doch mal wie so was abläuft. Zu dir kommen, Bildchen auf den Body werfen und wieder gehen? Ja wohl eher nicht. B: (grinst) Natürlich nicht. Dann hätte ich auch keine jahrelange Entwicklungsarbeit benötigt, wenn es so simpel wäre. Fragt ein Kunde, oder eine Kundin ein Bodylightpaintig-Shooting an, setze ich mich mit ihm/ ihr erst einmal zu einem eingehenden Beratungsgespräch zusammen. Das ist für mich unerlässlich und hat für alle Beteiligten sehr viel Vorteile. Kunden haben oft ganz tolle Ideen. Und die gilt es natürlich heraus zu finden. Darüber hinaus, bekomme ich eine klare Vorstellung davon was und wofür die Bilder gewünscht werden. Das spart enorm Zeit beim Shooting selbst. Auch lernt mich der/die Kunde/in besser kennen und ich ihn bzw. sie. So was ist insbesondere bei Aktaufnahmen sehr wichtig um ein gegenseitiges Vertrauen auf zu bauen.
W: Du sagst Aktaufnahmen. Müssen denn die Motive immer auf nackte Haut projiziert werden? B: Auch wieder ein Vorteil des Bodylightpaintings, welchen du richtig erkannt hast. Es muss nicht immer nackte Haut sein und nicht immer der ganze Körper. Es ist schließlich möglich lediglich den Oberkörper, oder nur das Gesicht mit einem Motiv zu verzieren, oder auch nur den Arm, oder den Fuß z.B. Je nach Wunsch. Ein Probetattoo so zu sagen. Außerdem kann auch ein eng anliegender Body angezogen werden, der zwar die Körperformen erkennen lässt, aber die Kundin dennoch nicht nackt sein lässt. Ja selbst eine Verbindung zwischen einem T-Shirt und dem darunter liegenden Körper kann durch ein übergreifendes Lichtbild sehr reizvoll sein. Meine Bodylightpaintings bieten einen unendlich großen Spielraum was Motive und Umsetzungen anbelangt. Das wird alles sorgsam im Vorfeld ausgesucht und vereinbart. Daher ist der Besprechungstermin auch sehr wichtig. Das Shooting wird dann so effektiv wie möglich durchgeführt.
W: Die Bilder auf deiner Webseite gefallen mir schon mal alle sehr gut. Gibt es davon noch mehr zu sehen? B: Meine Webseite soll nur einen Eindruck vermitteln, vor allem was möglich ist. Aber sie soll nicht zu viel vorweg nehmen. Sonst wollen alle immer nur noch das eine Motiv. (Grinst) Im persönlichen Beratungsgespräch zeig ich gerne auch noch ein paar Beispiele mehr. Und, ok, ich gebe dir und deinem Artikel noch drei weitere exklusive Fotos. Den Rest bekommt man gerne bei mir zu sehen, so dass man sich jederzeit über so ein Shooting informieren kann und dann gemeinsam die richtigen Motive auswählt.
W: Toll, da freue ich mich jetzt sehr. Gleich noch was Exklusives was ich präsentieren kann. Was ist denn mit Bodylightpaintings noch alles möglich an Motiven? B: Im Prinzip alles. Meist ist es nur eine Frage ob es zum Modell passt. Man kann mir zum Beispiel auch selbst entworfene Gemälde mitbringen; es können Fotos mit Sonnenuntergang vom letzten Urlaub sein; es kann der Freund oder die Freundin sein, mit deren Gesicht man selbst verschmelzen kann. So was macht sich als Geschenk sehr gut und wird immer beliebter. Es ist wirklich ein weites, fast unendliches Einsatzfeld. Allerdings passt nicht alles zu jedem. Aus diesem Grund und wegen der späteren Verwendung - Geschenk, eigene Setcard, für sich selbst etc. - mache ich vor jedem Shooting die eingehende Beratung.
W: Auf alle Fälle ist Bodylightpainting ein sehr innovativer Einsatz von Beamertechnik. Und mit deiner Erfahrung schaffst du wahre Kunstwerke damit. Wo kann man dich erreichen, wenn jetzt jemand Lust hat selbst solche Fotos von sich machen zu lassen? B: Die wichtigsten Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es auf meiner Internetseite www.dasauge.org. Ansonsten, einfach anrufen oder anmailen. Fragen kostet ja noch nichts und weil ich wahrscheinlich die meiste Erfahrung mit Bodylightpaintings habe, kann ich so ein Shooting vergleichsweise günstig anbieten. Auf alle Fälle bekommt man außergewöhnliche, sehr individuelle und exklusive Fotos. W: Ich danke dir für das kleine Interview. |




Wolfgang: Hallo Bernd, kannst du kurz erklären Wer du bist und was du genau machst?
W: Apropos entdecken. Auf deiner Webseite hab ich auch noch was entdeckt. Etwas was ich völlig faszinierend fand. Du nennst es 